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Thema: Raspberry Pi 4 Model B ist da

  1. #1
    Moderator Avatar von kudok
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    Raspberry Pi 4 Model B ist da

    Dank einer sehr aktiven Community und hervorragendem Software-Support ist der Raspberry Pi der führende Einplatinencomputer. Die Mitbewerber sind zwar spürbar schneller, aber auch weit weniger offen und meist miserabel dokumentiert. Nun, da diverse Einschränkungen die Konkurrenzfähigkeit des Pioniers bedrohten, schlägt die Raspberry Pi Foundation mit der vierten Generation zurück: Diese verdreifacht den Durchsatz von Speicher und Ethernet, vervierfacht die mögliche Auflösung und verdoppelt bis vervierfacht die Rechenleistung. Gegen Aufpreis gibt es zudem doppelt bzw. viermal soviel Arbeitsspeicher.

    Zuletzt hatte der Mini-Computer Raspberry Pi Mitte März 2018 ein Upgrade erhalten, doch die Version 3 Model B+ brachte lediglich einen um 200 MHz höheren Turbotakt, ein auf 315 Mb/s limitiertes Gigabit-LAN sowie schnelleres WLAN. Unverändert blieben damals die vier Rechenkerne vom Typ ARM Cortex-A53 (Broadcom BCM2837B0), die Limitierung auf 1 GiB Arbeitsspeicher sowie der hochgradig angestaubte Grafikkern VideoCore IV 3D. Aus Gründen der Kompatibilität und Offenheit steckte der Raspberry Pi in einem engen Korsett, dass ihm langsam aber sicher die Luft abzuschnüren drohte.

    14 Monate später ist der Raspberry Pi Foundation mit der Version 4 ein Befreiungsschlag gelungen, den viele gar nicht mehr erwartet hatten. Es gibt zwar weiterhin nur vier Kerne, doch statt des 2012 vorgestellten Cortex-A53 basieren diese auf dem Cortex-A72 (Broadcom BCM2711) aus dem Jahr 2015. Beide Rechenkerne entstammen der 64-Bit-Architektur ARM v8, dank Out-of-Order-Verarbeitung ist der Cortex-A72 aber wesentlich performanter und darf zudem 100 MHz schneller, also mit 1,5 GHz, takten. Und statt 1 GiB LPDDR2-900 lassen sich mit den neuen Kernen bis zu 4 GiB LPDDR4-2400-Speicher ansteuern, was eine der wesentlichen Engstellen des Vorgängers ausmerzt.

    Die Größe des Arbeitsspeichers wirkt sich allerdings auf den Preis aus: Die Basisversion des Raspberry Pi 4 verfügt weiterhin nur über 1 GiB, dafür bleibt es bei 35 US-Dollar. Für 10 US-Dollar mehr gibt es 2 GiB und 4 GiB kosten 20 US-Dollar Aufpreis, also 55 US-Dollar. Die Raspberry Pi Foundation denkt, dass die Mehrheit der Käufer zur mittleren Variante greifen wird. Der Broadcom BCM2711 schickt zugleich den VideoCore IV 3D (400 MHz, 32 Bit) in Rente und ersetzt diesen durch den VideoCore VI (500 MHz, 32 Bit). Über zwei HDMI-2.0-Buchsen im Micro-Format (Type-D) kann der VideoCore VI 4k-Auflösung mit 60 Hz ausgeben.

    Der neue Grafikkern beschleunigt die Videocodecs H.265 (4k mit 60 Hz) und H264 (FHD mit 60 Hz) und kann trotz seiner 32-Bit-Limitierung mehr Speicher adressieren. Dazu gibt es H.264-Encoding in voller HD-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde sowie OpenGL ES 3.0. Zusätzlich zur Speicherknappheit und der veralteten Grafik löst der Broadcom BCM2711 auch die Schnittstellenmisere: Über eine RGMII-Anbindung sorgt ein PHY von Broadcom für echtes Gigabit-LAN über die PCIe-2.0-Lane des SoC bekommen die vier USB-Anschlüsse eine geteilte Bandbreite von 4 Gbps. Damit konnten zwei der USB-Buchsen auf die Generation 3 aufgewertet werden.

    Der 40-polige GPIO-Header zeigt sich unverändert und auch der Abgriff für Power-over-Ethernet (PoE) befindet sich an der bekannten Position, so dass die alten HATs auch auf den Raspberry Pi 4 passen. Während der Broadcom BCM2837B0 wie auch alle seine Vorgänger eine Strukturgröße von 40 nm aufwies, wird der Broadcom BCM2711 in einem 28-nm-Prozess gefertigt. Die Verdreifachung der Rechenleistung und des Speicherdurchsatzes hat den Verbrauch somit kaum ansteigen lassen. Statt 13 Watt (5,1 V x 2,5 A) sind es nun 15 Watt (5,0 V x 3,0 A), wobei allerdings auch schon USB-Geräte eingepreist sind.

    Begnügen sich die USB-Verbraucher mit weniger als 500 mA, soll auch ein gutes Netzteil mit 2,5 A ausreichen. Das neue Referenznetzteil der Raspberry Pi Foundation leistet jedenfalls 15 Watt und ist mit einem USB-Type-C-Stecker ausgestattet. Da es nun zwei HDMI-Anschlüsse gibt und die Ethernet-Buchse ihre Position mit den USB-Ports getauscht hat, wird ein neues Gehäuse benötigt. Die Klinkenbuchse zur Ausgabe von analogen Audio- und Videosignalen bleibt uns ebenso erhalten wie die Micro-SD-Karte als Festspeicher. Der Raspberry Pi 4 Model B soll bis Januar 2026 gefertigt werden und auch seine Vorgänger wird man weiterhin kaufen können – beispielsweise den Raspberry Pi 3 Model B+ bis Januar 2023.

    Bericht bei HT4U



  2. Danke Menne.0201, sirius01, Einstein Danke für diesen Beitrag
  3. #2
    Nobelpreisträger Avatar von Einstein
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    Ja, hatte es schon von c't im Angebot bekommen. Wird langsam ein ernstzunehmender Rechner der Kleine

  4. #3
    Super-Moderator Avatar von Menne.0201
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    ist wirklich cool das teil. man muss sich halt ein wenig mit ihm beschäftigen.
    Menne.0201
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