... Defender bleibt stark

Mit dem Umstieg auf Windows 10 ist sehr häufig die Frage verbunden: Brauche ich noch ein separates Antivirus-Programm oder reicht der Schutz, den mir der Windows Defender bietet? Eine Frage, die nicht selten zu ausufernden Diskussionen und wahren Glaubenskriegen führt.

Für mich persönlich habe ich die Frage nach einem separaten Programm mit „Nein“ beantwortet, und das ist auch die Empfehlung, die ich in meinem Bekanntenkreis ausspreche. Der Windows Defender kann, was die Erkennung von Schädlingen angeht, mit den kommerziellen Lösungen absolut mithalten, wie auch der neueste Vergleich von AV-Test beweist. Im November und Dezember erkannte der Defender 100 Prozent aller 0-Day-Schädlinge und 99,9 Prozent der rund 20.000 Samples, mit denen AV-Test bei seiner Prüfung arbeitet.

Besser geht natürlich immer: Die Lösungen von Avast, AVG, Bitdefender, Comodo, F-Secure, Kaspersky, McAfee, PC Pitstop, Symantec und Trend Micro leisteten sich in Punkto Schutzwirkung keinen einzigen Ausrutscher.

Wie immer bewertet AV-Test nicht nur die Schutzwirkung, sondern auch die Performance und die Fehlalarme. In der Kategorie Performance schneidet der Windows Defender erneut deshalb nur „fast perfekt“ ab, weil die Installation gängiger Windows-Software stärker verzögert wird als bei vielen anderen Testkandidaten. Im „Normalbetrieb“ liegt der Defender beim Einfluss auf die Systemgeschwindigkeit ansonsten in der Spitzengruppe.

Einen halben Punkt Abzug musste der Defender außerdem bei der Bewertung der Usability hinnehmen, weil er sich im November zu sieben Fehlalarmen hinreißen ließ – nur zwei Programme im Test schlugen noch öfter grundlos an.

Hier wie immer die Tabelle mit allen Kandidaten und deren Bewertung, sucht euch euren Favoriten aus. Alle Ergebnisse im Detail findet ihr auf der Homepage von AV-Test.


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